Vom Sturm im Kopf zur Kreislaufwirtschaft.
Ein Neuanfang – nach einem harten fall.
Ich bin Nico. Seit einigen Jahren betreibe ich an der Bautzner Straße 14 in Dresden-Neustadt meinen Laden für gebrauchte Elektronik und Reparaturen. Meine Überzeugung: Was noch funktioniert, gehört nicht in den Müll. Doch um diesen Ort zu retten und zu etwas Größerem zu machen, brauche ich jetzt eure Hilfe.
Was ist passiert ?
Das letzte Jahr hat mich überrollt. Mein Nervensystem war entzündet, durch die Falschberatung eines Versicherungsvertreters stehe ich bis heute ohne Krankenversicherung da. Erst durch die medizinische Einstellung auf Elvanse habe ich vor Kurzem gelernt, was es bedeutet, klar denken zu können. Es ist, als hätte sich ein chaotischer Sturm in meinen Gedanken in eine ruhige Sommernacht verwandelt. In der Zeit des Sturms ist das Leben als Selbstständiger an mir vorbeigezogen: 20.000 € offene Forderungen haben sich angesammelt. Alles dokumentiert, nichts verschleiert. Ich musste mir eine Pause nehmen, dies wurde mir klar als ich im Krankenhaus lag und sich die Frage stellte ob ich eine Erkrankung im Gehirn habe. Zum Glück ist – oder eher war, denn es ist am abheilen – es nichts ernsthaft schlimmes gewesen. Doch für meine psychische Gesundheit gab ich mir selbst die Pause – und das tat mir unheimlich gut. An alle, die durch meinen Ausfall Stress oder Unsicherheit hatten: Es tut mir von Herzen leid. Ich bemühe mich im Rahmen meiner Möglichkeiten meinen Versprechen die ich gegeben habe nachzukommen. Jetzt anfrage ausfüllen dun Daten getretten bekommenWie geht es weiter? Was passiert jetzt?
Die Vision, wie sie schon von Anfang an bestand, ist nun greifbarer und umsetzbarer geworden.
Die linke Hälfte des Ladens soll nun als Verein fungieren! Alle Reparaturen, die ich als Selbstständiger nicht wirtschaftlich umsetzen kann, möchte ich in meiner Freizeit — oder im Rahmen von offenen Repair Cafés — mit euch gemeinsam reparieren.
Jedes Gerät, das gespendet wird, kann von jedem innerhalb des Repair Cafés — mit mir oder auch alleine — repariert werden. Danach kann man selbst entscheiden: Gerät behalten, oder es als Refinanzierungsspende dalassen.
Im Verein sollen Ressourcen, Ersatzteile, aber besonders elektronische Geräte für Künstler*innen, Bastler*innen und auch Menschen mit wenig finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen. Jegliches Werkzeug, Regale, Maschinen — und auch schon ein riesiges Lager an sortierten Ersatzteilen — stehen für den Verein bereit.
Der Verein und meine Selbstständigkeit — die den Raum für die Gemeinnützigkeit mitfinanziert — sollen gemeinsam einen offenen, inklusiven Ort schaffen. Einen Ort, an dem man Elektronik vor der Verschrottung retten kann. An dem Menschen Wissen und Ressourcen vermittelt werden, die zur Selbstermächtigung, Bildung, Vernetzung und dem nachhaltigen Aufbau einer Gemeinschaftskultur beitragen.
Daneben bleibt die Selbstständigkeit: Ich, Nico Zocher, möchte mein Leben mit Reparaturen und dem Verkauf aufbereiteter Geräte finanzieren. Meine persönlichen Fixkosten belaufen sich auf 1.800€ im Monat — die Hälfte der Laden-, Drewag-, Vodafone- und Personalkosten für einen Teilzeitangestellten kommen mit 2.400€ dazu. 4.200€ insgesamt, die ich erwirtschaften muss. Und nach meiner Rechnung geht das auf — ohne dass ich mich kaputt arbeiten muss.
Damit ich das in Ruhe angehen, mich weiter organisieren, strukturieren und auch heilen kann, muss ich die Altlasten loswerden — oder zumindest auf einen einzigen Gläubiger umschulden. Ein Privatkredit wäre ideal: eine feste Rate, eine Person, weniger Zettelkram, eine klare monatliche Zahl.
Ich benötige Hilfe in Form von:
— Finanziellen Mitteln zur Entschuldung und zur Unterbrechung der Abwärtsspirale, die durch meinen gesundheitlichen Ausfall entstanden ist
— Mitstreiter*innen in Form von Sortieren, Zerlegen, Organisieren, Managen, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit
— Investor*innen, die sich vorstellen können, ein Netzwerk mit aufzubauen — das in Dresden im direkten Kontakt mit den Bewohner*innen die Nachricht verbreitet, dass man Elektronik bei uns abgeben kann, bevor sie als Abfall auf dem Wertstoffhof landet. (Rechtlicher Hinweis: Wer ein Gerät mit dem Willen zur Wiederverwendung abgibt — also spendet oder verschenkt — erzeugt nach §3 KrWG keinen Abfall. Das ist ein grundlegender Unterschied zur Entsorgung.)
— Menschen, die sich am Umbau des Ladens beteiligen möchten — in Form von Holz, Winkeln oder sonstigen Materialien und Ressourcen, die ich hier weiterverarbeiten kann

